Degenerative Myelopathie
Die Krankheit und wie sie unseren Hund, den Alltag und uns verändert

Degenerative Myelopathie (DM)

Die degenerative Myelopathie ist eine nicht heilbare neurologische Erkrankung des Rückenmarks bei Hunden. Sie tritt in der Regel ab dem achten Lebensjahr auf, ab dem sechsten Lebensjahr muss mit ersten vereinzelten Ausfallerscheinungen gerechnet werden. In der tiermedizinischen Fachliteratur tauchte die degenerative Myelopathie erstmals 1973 auf. Da 20 von 22 damals untersuchten Hunden Deutsche Schäferhunde waren, wurde die Erkrankung oft Schäferhundkrankheit genannt. Tatsächlich ist die degenerative Meylopathie jedoch rasseunabhängig und betrifft auch kleine Hunde.

Eine sichere Diagnose der degenerativen Meylopathie ist nicht einfach. Bis vor einigen Jahren war es lediglich möglich, die Krankheit über eine Ausschlussdiagnose festzustellen. So waren und sind auch heute noch andere Erkrankungen auszuschließen wie Hüftdysplasie (HD), Cauda equina, Tumore, Bandscheibenvorfälle etc. Bei Hunden, die an der degenerativen Meylopathie erkranken, lässt sich in einem bestimmten Gen (SOD1) eine Mutation feststellen. Diese Mutation führt dazu, dass die Nervenbahnen und das Nervengewebe in der weißen Substanz des Rückenmarks degenerieren. Es gibt zwar einen Gentest, der in Deutschland von Laboklin angeboten wird, der anzeigt, ob im SOD1-Gen eine Mutation stattgefunden hat, aber der Nachweis dieser Mutation ist lediglich ein Risikofaktor, der mit der degenerativen Meylopathie assoziiert wird. Bei Berner Sennenhunden ist zudem eine zweite Mutation in diesem Gen mit dem Ausbruch der Krankheit assoziiert. Ein Hund erkrankt nur dann an der degenerativen Meylopathie, wenn sowohl das Vater- als auch das Muttertier Träger des mutierten Gens gewesen sind (autosomal-rezessive Vererbung). Siehe hierzu eine Erläuterung von Laboklin.