Degenerative Myelopathie
Die Krankheit und wie sie unseren Hund, den Alltag und uns verändert

Typischer Krankheitsverlauf bei degenerativer Myelopathie

Die ersten Anzeichen der Krankheit sind im Bewegungsablauf der Hinterhand festzustellen. Der Hund kann seine Bewegungen nicht mehr einwandfrei koordinieren bzw. kontrollieren; er stolpert bei Wendungen oder rutscht in Kurven einfach weg. An seinen Pfoten hinten wird das sogenannte Überköten (unkontrollierte Beugung der Zehengelenke) sichtbar und im weiteren Krankheitsverlauf schleifen die Zehen ab. Das Absetzen von Urin und Kot bleibt lange problemfrei.

Im fortgeschrittenem Stadium der Erkrankung reduzieren sich die motorischen Fähigkeiten der Muskeln an der Hinterhand, das erkrankte Tier kann dann nicht mehr alleine aufstehen oder ohne Hilfe gehen; die Muskeln bilden sich zurück. Ein kontrollierter Absatz von Harn und Kot ist nicht mehr möglich.

Im Endstadium greift die Krankheit immer weiter auf den vorderen Bereich des Körpers über, bis der Hund sich kaum noch bewegen kann. An degenerativer Meylopathie erkrankte Hunde empfinden keine Schmerzen. Die einzigen „Behandlungsmöglichkeiten“ sind viel Bewegung, um die Muskulatur zu erhalten und die für die Bewegung notwendige Koordination zu trainieren, und Physiotherapie. So können die betroffenen Hunde noch zwei bis drei Jahre nach dem Auftreten der ersten Krankheitssymptome bei ausreichender Lebensqualität leben.